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Prominente Landespolitiker an der TGS

Prominente Landespolitiker an der Tümpelgarten-Schule

Auf Einladung des zehnten Jahrgangs der Tümpelgarten-Schule fanden sich zwei herausragende Persönlichkeiten der hessischen Landespolitik in der Aula der Tümpelgarten-Schule ein, um sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu stellen.

Den Anfang machte am 01.10.2009 der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hessischen Landtag, Tarek Al-Wazir. Am 04.11.2009 besuchte schließlich sogar der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Justiz, Integration und Europa Jörg-Uwe Hahn die TGS.

Die Besuche haben eine lange Vorgeschichte. Im vergangenen Schuljahr besuchten die damaligen Klassen 9aR und 9bR mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Droese und Frau Meinold, sowie dem Referendar Herrn Schäfer den Hessischen Landtag, verfolgten dort die Debatte zur Einführung von Islamunterricht an hessischen Schulen und diskutierten anschließend mit Abgeordneten der fünf im Landtag vertretenen Fraktionen.

Offensichtlich waren die Schülerinnen von dieser Realbegegnung mit der Politik beeindruckt. Denn noch auf der Rückfahrt fragte Ayse Kilic aus der damaligen 9bR ihren PoWi Lehrer, Herrn Schäfer, ob es nicht möglich sei, Herrn Al-Wazir in den Unterricht der Klasse einzuladen. Die anderen Schülerinnen und Schüler waren begeistert von der Idee und so wurde beschlossen den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Hessischen Landtag einzuladen.  Da dies aus organisatorischen Gründen zeitnah nur schwer zu bewerkstelligen war, einigte sich die 9bR mit Herrn Schäfer, den Besuch auf das nun laufende Schuljahr zu verschieben. Dabei bot es sich an die Bundestagswahl vom 27.09.2009 abzuwarten, um auch deren Ausgang in die Diskussion mit einfließen lassen zu können.

Da Herr Al-Wazir der Opposition im Hessischen Landtag angehört, erschien es auch sinnvoll einen Vertreter der Regierungsparteien einzuladen, um Ausgewogenheit sicherzustellen. Die Wahl der Schülerinnen und Schüler der 9bR fiel dabei auf Jörg-Uwe Hahn.

Ende August nahm Herr Schäfer dann Kontakt mit dem Fraktionsbüro der Grünen im Hessischen Landtag und mit dem Justizministerium auf. Zur großen Freude aller Beteiligten wurde von beiden Seiten sofort die Zustimmung zu einem Besuch an der TGS signalisiert und einige E-Mails und Telefonate später standen die Termine im Oktober und November fest.

An den Diskussionsveranstaltungen in der Aula der TGS nahmen erneut beide Klassen des Jahrgangs, inzwischen 10aR und 10bR teil. Beim Besuch von Herrn Al-Wazir war auch Wulf Hilbig von den Hanauer Grünen anwesend, beim Besuch von Herrn Hahn, Frau Ruppel vom Staatlichen Schulamt und Stadtrat Herr Dr. Piesold (FDP). Auch Presse und Medien zeigten großes Interesse an den beiden Veranstaltungen, insbesondere am Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten.

Begrüßt wurden die beiden Gäste jeweils von der Schulleiterin, Frau Golez-Bodenburg. Danach folgte etwa eine Stunde Diskussion mit den prominenten Gästen zu landes- und bundespolitischen Themen. Dabei kamen die Finanz- und Wirtschaftskrise und Maßnahmen zu ihrer Überwindung, wie die Abwrackprämie und die Steuerpläne der neuen Bundesregierung, sowie die aktuelle Situation bei Opel zur Sprache. Weitere Themen waren die Energiepolitik, die Schulpolitik, die Integrationspolitik, der Ausbau des Frankfurter Flughafens und der Konflikt in Afghanistan.

Dabei verging die Zeit so schnell, dass die Schülerinnen gar nicht dazu kamen ihre vielen Fragen, die sie zuvor erarbeitet hatten zu stellen.

Trotzdem waren alle mit den beiden Veranstaltungen zufrieden. Positiv überrascht waren die Schülerinnen und Schüler davon, mit welcher Selbstverständlichkeit die beiden Politiker die Einladung angenommen hatten und wie menschlich und unkompliziert sie mit den Schülerinnen umgingen, wobei sie auch Einblicke in ihr Privatleben gewährten und sich zu ihrer Motivation in die Politik zu gehen äußerten.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit werden bei den nächsten Landtags- und Bundestagswahlen wahlberechtigt sein. Veranstaltungen wie diese sollen das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Politik wecken und einen Ansporn dazu geben das Wahlrecht wahrzunehmen oder sich sogar selber politisch zu engagieren, gerade in einer Zeit, in der immer wieder über die Politikverdrossenheit, besonders junger Menschen, berichtet wird.

 

Zeitungsartikel Hanauer Anzeiger vom8.10.2009

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